Ozone-Teampilot Horacio Llorens fliegt während der totalen Sonnenfinsternis auf Mallorca über die Serra de Tramuntana
Published on:
20 Aug 2026
Am Mittwoch, dem 12. August, flog Horacio Llorens während der von Mallorca (Spanien) aus sichtbaren totalen Sonnenfinsternis über das Tal von Sóller. Es war eine Luft- und Fotooperation, die ein fünfköpfiges Team über mehr als einen Monat vorbereitet hatte. Die Sonnenfinsternis begann um 19:38 Uhr MESZ, und die Totalität trat gegen 20:31 Uhr ein. Sie dauerte etwa eine Minute und sechsunddreißig Sekunden, wobei die Sonne knapp zwei Grad über dem Horizont stand.
Horacio schrieb: „Die Sonnenfinsternis vom Himmel aus zu sehen war unglaublich. Ich beobachtete, wie der Schatten näher und näher kam, bis der Himmel völlig dunkel wurde, die Temperatur im Flug um mehrere Grad sank und die Luft seltsam turbulent wurde. Ich hätte die Totalität gerne gesehen, aber eine Wolke am Horizont hat uns diesen Moment gestohlen. Die Nerven lagen blank, das gesamte Team hat alles gegeben. Es fühlte sich an wie das Finale einer Weltmeisterschaft, mein Puls raste.“
Im Gegensatz zu einem konventionellen Shooting gibt es bei einer Sonnenfinsternis keine zweite Chance. Das nutzbare Zeitfenster war die Dauer der Totalität – kaum mehr als eineinhalb Minuten. Dafür mussten die Position des Piloten in der Luft, der Sonnenverlauf und der Bildausschnitt der Kamera im selben Augenblick perfekt zusammenspielen.
Der Fotograf Marc Marco schrieb: „Meine erste Sonnenfinsternis nur zwei Grad über dem Horizont zu fotografieren, war an sich schon eine enorme Herausforderung. Horacio exakt zwischen unserer Position und der Sonne ins Bild zu bekommen, machte die Aufnahme noch schwieriger. Wenn wir das Foto der Totalität haben wollten, hatten wir eineinhalb Minuten und keinen Moment mehr.“
Das Team verbrachte Wochen damit, Reliefkartografien und Sonnenverlaufssimulationen zu analysieren, um herauszufinden, welche Punkte auf der Insel eine freie Sicht auf die verfinsterte Sonne über dem Horizont bieten und gleichzeitig einen sicheren Start sowie eine sichere Landung ermöglichen. Es wurden mehrere alternative Szenarien in Betracht gezogen, darunter eine Option in geringer Höhe an der Nordwestküste für den Fall von starkem Wind in der Höhe.
Das Wetter am Tag des Geschehens erlaubte es dem Team, vom Kamm der Serra d'Alfàbia aus zu arbeiten, während Horacio Llorens im Tal zwischen den Beobachtern und der untergehenden Sonne flog. Das Ziel war die Komposition eines außergewöhnlichen Bildes: die Silhouette eines Gleitschirms vor der immer schmaler werdenden Sonne, im Hintergrund das Relief der Tramuntana und das Meer.
Fotos mit freundlicher Genehmigung von Marc Marco und Sebastián Astorga
Sieh dir unten das Video dieses Abenteuers von Allen Candela an:

































