Ich hatte das große Glück, eines der ersten Sublites fliegen zu dürfen. Ich bin es – wann immer ich nicht unter meinem Enzo war – den ganzen Sommer über in den Alpen geflogen. In Pakistan habe ich mit ihm und dem Zeolite 2 einige Biwakflüge und sogar ein 308 km FAI-Dreieck gemacht.
Vom ersten Augenblick an hat mich das Sublite sehr beeindruckt. Ich liebe das Fluggefühl in einem Gurtzeug im Submarine-Stil. Es ist so viel ruhiger, und das Gefühl des durch-die-Luft-Gleitens ist besser denn je. Außerdem brauche ich weniger Kleidung, damit mir warm ist, wodurch das Fliegen allgemein viel angenehmer ist.
Sein Staufach bietet genügend Platz für meine gesamte Campingausrüstung oder auch etwas Kletterausrüstung, und die zusätzliche Leistung, die dieses Gurtzeug bietet, macht wirklich Spaß. Tatsächlich habe ich dadurch meinen Zeolite 2 wieder für mich entdeckt und sein ganzes Potenzial zu schätzen gelernt. In Pakistan bin ich 10 Stunden lang mit dem Sublite geflogen und es war wirklich unglaublich bequem. Seine Taschen und sein Cockpit sind unglaublich gut organisiert und zugänglich, sodass ich im Flug problemlos auf alles Zugriff habe, was ich brauche.
Und hier ist die Geschichte von Fabis 308 km langen FAI-Dreieck in den Himalayas:
Schon seit über einem Jahr hatte ich von diesem Flug geträumt.
Dieses Mal war ich nur für kurze Zeit in Hunza, weil ich meiner Schwester und ihrem Mann diesen magischen Ort zeigen wollte.
Ich hatte keine konkreten Pläne, keinen Kletterpartner. Ich wollte mich nur akklimatisieren und, falls ich Glück hatte, ein 300-km-Dreieck probieren.
Es war wärmer und die Basis war höher als im letzten Jahr, aber es kam auch fast jeden Tag zu Überentwicklungen. Alleine in diesen wilden Bergen zu fliegen, ohne Funkgerät und ohne Kontakt zu jemand anders, fühlte sich zuerst ziemlich seltsam an. Aber ich fand schon bald meinen Rhythmus und begann, die Einsamkeit zu genießen.
Ich war mit dem Zeolite 2 und dem neuen Sublite unterwegs. Das ist wahrscheinlich die beste Kombi, um 1.100 Höhenmeter zu gehen und dann 10 Stunden zu fliegen. Außerdem fühlte ich mich mit der Sicherheitsreserve, die dir diese Art von Schirm bietet, sehr selbstbewusst und sicher.
Ich stellte meinen Wecker auf 5.00 Uhr, ging die 1.100 Höhenmeter bis zum Startplatz hinauf und hatte dabei so meine Zweifel, weil der Wind in der Höhe ordentlich pfiff und ich sah, wie stark der Schnee auf allen Gipfeln über 7.000 Metern verweht wurde.
Am Startplatz waren die Bedingungen gut und gegen 8.30 Uhr setzte die thermische Aktivität ein. Ich bin wenig später gestartet.
Es war ein Tag mit Blauthermik, mit wenigen Anzeigern, schwachen Thermiken und ohne klar ersichtliche Linien. Ich flog sehr konservativ – langsam, aber sicher. Die Strecke Richtung Süden tat sich langsam vor mir auf und die Aussicht auf den Nanga Parbat war einfach atemberaubend.
Auf dem Weg zurück nach Gilgit geriet ich in ein starkes Sinken und kam sehr niedrig und gestresst an. Ich kämpfte verzeifelt, um nicht in die staubige Luftschicht über dem Tal abzusinken. Aber über einem kleinen weißen Felsdreieck konnte ich mich noch einmal 400 m nach oben kratzen. Dieses Steigen hat mich gerettet.
Auf der Westflanke des Rakaposhi habe ich dann endlich eine starke Thermik erwischt, die mich bis auf 6.500 m brachte.
Von dort fühlte sich der Gleitflug vorbei an der massiven Nordwand des Rakaposhi bis zurück nach Karimabad an wie ein Traum.
Zu guter Letzt konnte ich ein 308 km langes FAI-Dreieck an einem Tag schließen, an dem ich nicht einmal sicher war, ob es überhaupt fliegbar war. Mein Handy hatte keinen Akku mehr, ich habe 1.000 Höhenmeter verschleudert, aber ich habe es geschafft.
An diesen Flug werde ich mich mein ganzes Leben lang erinnern.
Danke Hunza.
Fabi Buhl, Teampilot und Abenteurer