wie ihr vielleicht schon in Pascals News gelesen habt, sind wir diese Woche am Vlkan Etna. Ich bin gerade rechtzeitig am Samstag angekommen, und als Chasta, Pascal und Kari ihre Session auf der Nordseite hatten, bin ich gerade erst im Hotel angekommen, welches komplett im Nebel lag. Zu der Zeit war es auch schon zu spät, um noch auf die andere Seite zu fahren. Der Sonntag sah jedoch vielversprechend aus und das war er!!! Erneut sind Chasta, Pascal, Kari und ich mit der ersten Gondel um 9Uhr morgens zum Skigebiet hinauf gefahren. Die Kites waren eine halbe Stunde später startklar, jedoch war es super knifflig aus dem Kessel zu kommen, in dem wir waren und weiter upwind zum Vulkan, wo Steine scharf wie Rasierklingen herumlagen. Der Wind kam von Nordwest und damit direkt von oben herab, sodass wir in giftigen Gasen den Berg erklimmen mussten. Gut, dass wir eine Sturmhaube hatten, die wir als Filter nehmen konnten. Dieser Berg war heute am brodeln, da der Rauch heftig aus dem Fels strömte…aufregend und gefährlich zugleich. Die meiste Zeit überwiegte jedoch das Staunen also machten wir weiter. Eigentlich sind nur Chasta und ich davon gefahren, als Pascal und Kari sich am Anfang bei böigen Bedingungen damit abkämpften aus dem Kessel zu kommen.
Die Route war auf keinen Fall eine Leichte. Da der Wind mit zunehmender Höhe konstanter wurde, haben wir mit unseren Mantas M3 12m die perfekte Entscheidung getroffen. Wir mussten unseren Weg Bergauf und upwind durch die Felsen und Krater bewältigen. Der wenige Schnee dort oben ließ uns nicht viel Platz, aber nach zwei Stunden haben wir die Nordseite zur Spitze des Hauptkraters erreicht. Rund 100m vor dem Gipfel haben wir unsere Kites in Sicherheit zusammen gepackt, bevor wir den Rest zum Vulkan hoch gehikt sind. Dort auf 3289m zu stehen und in das rauchgefüllte riesige Loch zu sehen ist wie das Tor zur Hölle und hinunter zum Mittelmeer auf der anderen Seite zu schauen ist wie der Himmel. Es war ein wirklich beeindruckendes Gefühl so nah am aktiven Krater zu stehen und wir genossen es und haben uns so viel Zeit dafür genommen wie wir brauchten, da es überhaupt keinen Grund zur Eile gab, weil es erst 12Uhr Mittag war. Mit den Kites in unseren Rucksäcken sind wir hinunter in die Nähe gefahren, wo wir so langsam all die anderen trafen, die unten in der Nähe des Skigebiets auf 2600m gefahren sind. Der Wind lies kurz nachdem Chasta und ich allein weiter gezogen sind nach, und so hatten die anderen nicht mehr genug Power weiter hinauf zu fahren. Wir hatten extremes Glück, dass wir direkt losgefahren sind, da der Wind am Nachmittag komplett abflaute.
Danke auch an Stefano von www.ozoneitalia.com dass er uns zu seinem großartigen Event eingeladen hat. Es ist immer ein mord Spaß mit den italienischen Räubern abzuhängen und es scheint so, als würden wir die nächsten Tage eine weitere Chance bekommen den Gipfel zu erreichen!